Als Gast eines Restaurants fühle ich mich wohl wenn ich von den Mitarbeitern wahrgenommen und meine Wünsche ernsthaft verstanden werden. Wenn man sich um mich kümmert, ohne mich unterwürfig zu „bedienen“, sondern auf einer gleichen Ebene mit Respekt behandelt. Guter Service ist genauso wichtig wie eine gute Küche, genau da sind auch die unverkennbaren Parallelen. Der Kundendienst im Web ist genauso wichtig wie der Aufbau und die Grafik einer Website.
In Social Media begegnet man Menschen. Man kommuniziert mit ihnen, man tauscht sich aus. Man gibt und erhält Feedback. Man erzählt Geschichten und gibt nützliche Tipps. Man kann sich auch durchaus nahe kommen und echte Beziehungen aufbauen, ähnlich wie mit Stammgästen.
Nicht immer ist man sich dem bewusst. Man sitzt am Computer oder hat das Mobile Device in den Händen, getippt wird schnell – gesendet noch schneller. Da kann es schon mal passieren dass man etwas sendet – und es gleich wieder löschen möchte weil man das gesagte so eigentlich nicht sagen wollte. Doch dann ist es schon zu spät. Man befindet sich in der Öffentlichkeit, das muss man sich bewusst sein.
Eine Diskussion auf Twitter ist vergleichbar mit einer Diskussion am Stammtisch. Sagt man das Falsche, kann man die Stammgäste verärgern und diese erzählen es ihren Freunden weiter etc. Auf Twitter ist der „Stammtisch“ aber um einiges grösser und daher geht auch die Nachricht schneller und weiter in die Umwelt. Das gilt für schlechte, sowie für gute Nachrichten.
Eine Grundhaltung im Umgang mit Social Media sollte immer Respekt sein. Diese Grundhaltung braucht es auch in der Gastronomie. Daher gibt es keinen Grund für Gastronomen, sich vor Social Media zu fürchten. Mit Respekt gegenüber Kritikern, und Ehrlichkeit in der Reaktion kann man mit dem Einsatz von Social Media schnell und gut die „versalzene Suppe“ wieder gut machen.
Was sind eure Erfahrungen mit Social Media in der Gastronomie?

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